Zucker- lässt uns alt aussehen

In vielen Nahrungsmitteln, die wir täglich zu uns nehmen, verstecken sich große Mengen Zucker. Das Risiko, zu viel Zucker zu konsumieren, betrifft nicht nur Naschkatzen und Schokoholiker -sie betreffen uns alle! Wenn wir Brot, Nudeln, Kartoffeln oder Reis essen –nehmen wir Zucker auf. Stärkehaltige Lebensmittel werden vom Körper in Einfachzucker zerlegt und verursachen, wie Süßigkeiten, Kaskaden von Prozessen, die uns -früher oder später- alt aussehen lassen.

Zucker hinterlässt Spuren

Ein ständig zu hoher Blutzuckerspiegel veranlasst den Körper zu einer Notreaktion. Das Hormon Insulin wird ausgeschüttet um den Zucker (Glucose) zu senken. Denn das Insulin sorgt dafür, dass der Zucker in die Zellen gelangt, wo er benötigt wird. Zu viel Zucker bedeutet, gleichzeitig viel Insulin, was wiederum die Bauchspeicheldrüse stark belastet. Auf Dauer funktionieren die Rezeptoren für Insulin nicht mehr; es kommt zu einer sogenannten Insulinresistenz. Unsere Zellen reagieren nicht mehr korrekt auf den Zucker. Der Zuckerrest lagert sich überall im Körper in unseren Zellen ein und verursacht Komplikationen.

Die Verwertung bei Fructose (Fruchtzucker) läuft anders. Diese wird insulinunabhängig verstoffwechselt und landet sofort in der Leber und wird dort zu Fett umgewandelt. Dieses Fett lässt unsere Blutfettwerte schlecht aussehen. Das schlimme daran ist: Unser Gehirn erhält kein Sättigungssignal, wenn wir Fruchtzucker essen- essen wir zu viel sieht man das unserer Haut an. Sie glänzt und neigt zu Unreinheiten, wie Pickel, Mitesser oder schlimmstenfalls Akne.

Fruchtzucker ist mittlerweile überall,  jedem Fertiggericht wird er mittlerweile beigemengt. Vom Frühstücksmüsli mit Honig und einem Glas Orangensaft  bis zur Fertigpizza mit Limonade. Das heißt, wir überessen uns regelrecht mit Fruchtzucker und verfetten immer mehr.

Auch unser Blut wird in Mitleidenschaft gezogen. Denn Zucker verbindet sich mit Hämoglobin. Unser Blut verklumpt und neigt dazu sich an den Gefäßwänden abzulagern.  Diese Glykierungsprodukte (Verzuckerungsprodukte) kann man im Labor anhand einer Blutuntersuchung messen. Man nennt diesen Wert HbA1c. Dieser Wert spiegelt das Ausmaß dieser Glykierung wider.

Glykierungsprozesse können nicht nur mit Proteinen in unserem Blut, sondern mit allen Proteinen unseres Körpers Verbindungen eingehen. Das entstandene Produkt aus Zucker und Eiweiß nennt man AGEs – Advanced Glycation Endproducts.

Diese verzuckerten Proteine sind Zucker-Abfallprodukte und lagern sich im Gewebe oder an Blutgefäßen ab, weil unser Körper AGEs nicht verwerten kann.

Warum altern wir durch Zucker schneller?

Kollagen und Elastin sind  namentlich jene Bausteine der Haut, die für ein straffes und elastisches Aussehen sorgen. Weil AGEs sich aber mit Vorliebe an Kollagen und Elastin binden und die Reparaturprozesse und die Sauerstoffversorgung unserer Zellen stören, altert  unsere Haut schneller.

Cindy Leung, eine Ernährungsepidemiologin an der Universität von Californien, fand heraus, dass Menschen, die jeden Tag 0,24 liter Limonade pro Tag trinken, um 2 Jahre verkürzte Telomere hatten. (Die Länge der Telomere an den Chromosomen sind ein Indiz des Alterungsprozesses einer Zelle)

Künstliche Zucker Alternativen?

Es gibt keine künstlichen Süßstoffe, die als gesunde Alternative in Betracht kämen, denn sie belasten uns auf eine andere Art und Weise.

Wer Zucker mit Süßstoff ersetzt, tut sich selbst keinen Gefallen – und nimmt erst recht zu. Zwar haben Süßstoffe weniger Kalorien, allerdings eine appetitanregende Nebenwirkung. Man züchtet sich seinen Heißhunger heran. Nicht umsonst werden Süßstoffe in der Tiermast eingesetzt. Süßstoffe bringen unseren Stoffwechsel im Körper durcheinander. Weil Süßstoffe unserem Gehirn Süßes vortäuschen. Wir konsumieren Süßes- jedoch keine Kalorien. Unser Körper reagiert mit Heißhunger und einer schlechteren Verdauung.

Künstlicher Zucker kann unseren Blutzuckerspiegel ansteigen lassen, eine Insulinausschüttung erwirken und zu einer Insulinresistenz führen.

Süße Alternativen?

Obst ist für uns wertvoll und gesund, da aber auch Früchte viel Zucker, vornehmlich Fructose enthalten, sollte man Obst ebenfalls eher als Süßigkeit betrachten.

Hochgezüchtete kernlose Trauben sind viel süßer, als verwandte Traubenarten, daher sollte man Trauben eher zurückhaltend konsumieren, um unseren Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schnellen zu lassen.

Unser Körper kann ungefähr  25 g Fructose am Tag ohne Probleme verwerten. Wird die Leber mit mehr Fructose an einem Tag belastet –läuft man Gefahr eine Fettleber zu bekommen.

 

Quellen: eatmovefeel, ugb.de, Die bittere Wahrheit über Zucker von Prof. Robert Lustig, Die Entschlüsselung des Alterns von Liz Blackburn

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