Pflanzenöle- gesund?

Unser Körper benötigt Fett! Fett dient uns  als Energielieferant, zum Aufbau biologischer Membranen, als Schutzschicht gegen Kälte sowie zur Verarbeitung von Vitaminen, als Schutz für unser Gehirn… Doch welches Fett und in welcher Form?

Wir unterscheiden verschiedene Fettsäuren

  • kurzkettige Fettsäuren: wie Butter
  • mittelkettige Fettsäuren: wie Kokos- und Palmkernfett
  • langkettige Fettsäuren: wie Olivenöl.

Man unterscheidet zwischen gesättigten sowie einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Gesättigte Fettsäuren kommen besonders in tierischen Fetten vor und auch in Pflanzenfetten wie Palm- und Kokosöl.

  • Das Olivenöl ist das Paradebespiel der einfach ungesättigten Fettsäuren.
  • Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren wird unterschieden: die Omega-3-Fettsäuren und die Omega-6-Fettsäuren.

Zu den Omega-3-Fettsäuren gehören die alpha-Linolensäure (in Leinöl), die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA). Man findet diese vor allem in Kaltwasserfischen und Algen.

Zu den Omega-6-Fettsäuren zählen die Linolsäure und die gamma-Linolensäure (in Pflanzensamen und -keimen).

Pflanzenfette sind gesund, sagt man. Sind sie das wirklich?

Tatsache ist, dass viele Pflanzenöle (Olivenöl, …) aufgrund ihrer Ungesättigtheit instabil sind.  Diese vermeintlich gesunden ungesättigten Fettsäuren sind sehr reaktionsfreudig. Ungünstigerweise binden sich freie Radikale gerne mit ungesättigten Fettsäuren. Das Schlimme daran ist, dass die Eigenschaft des freien Radikals auf die ungesättigte Fettsäure übertragen und auf diese Weise selbst zum freien Radikal wird. Als freies Radikal löst es Entzündungen aus, die frühzeitiges Altern und sogar Zelltod bewirken können.

Was hilft?  Hier kommen nun die Antioxidantien ins Spiel. Mit ihrer Hilfe wird die Zelle vor der Zerstörung bewahrt, denn sie geben freiwillig  Elektronen ab um die Zellen zu schützen.

Keine Spur von Natürlichkeit

Um den Geschmack und die Haltbarkeit der Öle zu gewährleisten, erfahren pflanzliche Öle einer besonderen chemischen Behandlung. Sie werden hoch erhitzt und mit Lösungsmitteln versetzt und wieder raffiniert um unerwünschte Begleitstoffe zu beseitigen.

Das Geheimnis ist das gesunde Verhältnis

Omega-6 und Omega-3 Öle sollten im Körper im gesunden Verhältnis stehen (5:1). Sobald ein Ungleichgewicht zustande kommt, neigt unser Körper zu Entzündungen. Da die meisten pflanzlichen Öle verhältnismäßig viel an Omega-6 Fettsäuren besitzen, besteht sehr schnell die Gefahr, dass wir unser Maß erreichen.

Eine Studie aus dem Jahr 2007 von der Zeitschrift Neurology, nahm Daten von 8000 Probanden ab einem Alter von 65 Jahren mit normalen Hirnfunktionen auf und begleiteten diese vier Jahre lang. In dieser Zeit entwickelten ungefähr 280 Personen eine Demenz. Die Teilnehmer, die nie Fisch aßen, hatten ein 37 Prozent höheres Demenzrisiko, während das Risiko bei der Gruppe, die täglich Fisch verzehrt, um 44 Prozent niedriger lag. Außerdem stellte sich heraus, dass Teilnehmer, die regelmäßig Omega-6-Öle verwendeten (Sojaöl, Maisöl, Sonnenblumenöl), aber keine omega-3-reichen Öle oder Fisch, doppelt so oft zu Demenz neigten als die Teilnehmer, die auf Omega-6-reiche-Öle ganz verzichteten. Dieser Bericht zeigt, dass Omega-3-Öle den Schäden durch Omega-6-Öle entgegenwirken.

Arachidonsäure- löst Schmerz aus

Arachidonsäure ist ein Bestandteil aus der Linolsäure, das aus Pflanzenölen stammt. Namentlich sind das Omega-6-Fettsäuren wie sie in Distelöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Sojaöl oder Maisöl zu finden sind.

Arachidonsäure ist eine 4-fach ungesättigte Fettsäure und dient als Ausgangssubstanz für die Gewebshormone Prostaglandine und Leukotriene, die für allergische und entzündliche Reaktionen und zuletzt auch Schmerz zuständig sind.

Die schädliche Wirkung der Arachidonsäure wird mithilfe von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (wie  Omega-3 Fettsäuren) und  sekundären Pflanzenstoffen wie zum Beispiel der Boswelliasäure unterbunden.

Hinweis: Stark linolsäurehaltige Pflanzenöle und ihre Produkte enthalten selbst kaum Arachidonsäure, tragen jedoch zu deren Bildung bei.

Je höher der Anteil von Arachidonsäure in der Zelle ist, desto mehr entzündungsfördernde Substanzen werden freigesetzt. Mit einem hohen Fleisch- und Eierverzehr steigt der Arachidonsäuregehalt in der Zelle und Entzündungen nehmen zu.

Bei entzündlichen Krankheiten (Rheuma, Gicht, Arthrose) wirkt sich eine überwiegend vegetarische Ernährung positiv aus. Eine Vermeidung der Arachidonsäure auch bei anderen Autoimmunerkrankungen, wie z. B. Schuppenflechte und Multiple Sklerose, können den Heilungsverlauf begünstigen.

Arachidonsäure findet sich in vielen tierischen Nahrungsmitteln. Besonders viele entzündungsfördernde Fettsäuren enthalten Schweineschmalz, Schweineleber, Eigelb,  Thunfisch und Leberwurst.

Hinweis: Eine Ernährungsweise, die reich an Kohlenhydraten ist, begünstigt die Aufnahme der Arachidonsäure in den Zellen.

Sind gesättigte Fette ungesund?

Seit Jahren warnen Experten und Ernährungswissenschaftler vor den gesättigten Fettsäuren. Sie sollen in hohem Maße gesundheitsbedenklich sein, da sie unsere Cholesterinwerte und den Triglyeridspiegel erhöhen sollen, und auf diese Weise Arterienverkalkung begünstigen. Doch das Gegenteil ist der Fall!

Neueste Forschungsergebnisse beweisen, dass gesättigte Öle alles andere als ungesund sind. Professor Cahill von der Harvard Medical School: „Kokosöl unterstützt die Funktion der Antioxdantien, erhöht die Anzahl der Mitochondrien und regt das Wachstum neuer Gehirnzellen an.“

Gesättigte Fette schon in der Muttermilch

Gestillte Kinder erhalten gesättigte Fette über die Muttermilch- sie machen 54 Prozent des Fettgehalts in der Milch aus. Jede Zelle im Körper benötigt gesättigte Fette, denn 50 Prozent der Zellmembran bestehen daraus.

Dr. Donald W. Walter, Herzchirurg und Professor für Chirurgie der Universität in Washington, fasste deutliche Worte: „Die 60jährige Herrschaft der fettarmen, übertrieben kohlenhydratlastigen Ernährung wird enden. Dazu wird es kommen, sobald die zerstörerischen Auswirkungen eines übermäßigen Kohlenhydratanteils in der Ernährung allgemein anerkannt werden und die gesundheitlichen Vorzüge gesättigter Fette mehr Wertschätzung erfahren.“

Fazit:

Industriell hergestellte pflanzliche Öle haben das Potential, der menschlichen Gesundheit zu schaden. Nicht das cholesterinreiche Essen, sondern isolierte Kohlenhydrate wie sie in Kuchen, Teig- und Backwaren, Süßigkeiten etc. zu finden sind, sorgen für hohe Triglyceridspiegel. Jedes Zuviel an Kohlenhydraten wird in Triglyceride umgewandelt und begünstigt Arterienverkalkung.

Quelle: Vitalstoffmedizin.com, Zentrum der Gesundheit, „Dumm wie Brot“ von Dr. David Perlmutter

 

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